Schauspieler als Weincharaktere
Blumig? Elegant? Rassig? Wie kann man die Aromen, den Körper, den Charakter eines Weines beschreiben?
Wir benutzen das Medium par excellence für Charakterdarstellungen: ein Theater, bei dem personifizierte Rebsorten
die Hauptrollen spielen. Wir haben WEINKÖRPER gezüchtet. In mehrjähriger Zusammenarbeit mit Schauspielern der Berliner Bühnen
ist es gelungen, Charaktereigenschaften von Weinen auf Menschen zu übertragen. Wir gären und destillieren, wir philosophieren rauschend über
die fließenden Grenzen des Theaters und die entgrenzende Macht des Weines, wir oxidieren und perlen - für nachhallenden Genuß.
Geschichte
2003 gab es in den Bars der Weinerei erste Gärungen. 2004 produzierten wir in der Villa Elisabeth in Berlin-Mitte
mit dem WEINstueck eine erste große Inszenierung über die Geschichte des Weins. Seit 2007 spielen WEINKÖRPER in Berlin
und touren in den Weinregionen. Dort nutzen wir Fasskeller und Weinlager, Messeräume oder Heurigen, Klosterräume und
Schlosssäle. Wir inszenieren die profanen und altvertrauten Orte
und verkörpern die Weine der Verbände, Betriebe und Regionen. WEINKÖRPER spielen die Geschichte(n) dieser Weine und ihrer Orte.
Wein - Kultur
Wein und Kultur, das alte Duo ist ein großes Versprechen, und doch steht beides meist disparat
nebeneinander - Verkostung und Konzert, Weinbergswanderung und Lesung. Aber Wein hat Geschichte, Wein hat Charakter,
Wein ist Kultur. Unser Ziel ist es, die seit der Antike gefeierte Verwandtschaft von Wein und Theater wörtlich zu nehmen und zu
erneuern - und damit Weinkultur und Theaterkultur zu bereichern und zu erweitern.
Modernes Theater bekommt durch die Bindung an regionale Besonderheiten neue Intensität, wir erschließen dem
Theater ein neues Publikum, und wir treiben modernes Theater zu neuen Formen - im Nachdenken über "Charakterbildung",
"Liquidität", "Markt und Globalisierung". Ebenso wichtig ist uns aber, einen neuen Blick auf Wein zu provozieren, ein
Verständnis der Kulturleistung vor Ort, die der Weinbau mit seiner inhärenten Reflexion der Landschaft, der Tradition,
des sich wandelnden Bedürfnisses nach Genuss, Qualität und Rausch zweifelsohne ist. Diese Anstrengungen unternehmen wir,
schließlich will unser Publikum auf höchstem Niveau unterhalten werden.

Presseauswahl
Kritik Die Rheinpfalz über "Hammel Valley" (Kirchheim an der Weinstrasse 2009):
Das Stück ist so gespickt mit kulturhistorischen und weinfachlichen Bezügen, dass einem schwindelig wird. Kein Zweifel: Vom Weinmachen versteht die Truppe eine ganze Menge, so dass auch Kenner, die beispielsweise den Disput zwischen Förderern des globalisierten Weingeschmacks und Verfechtern des Terroirs verfolgen, auf ihre Kosten kommen. Wer möchte, oder all den Anspielungen nicht folgen kann, mag seine Freude allein im wunderbaren Spiel entdecken, dass komisch, dramatisch, anrührend und musikalisch zugleich ist… mehr (pdf)
Kritik
Wolfgang Kanka (freiner Journalist) über Riesling-Orgasmen und die Schöne neue Weinwelt in der Pro-Wein-Inszenierung "WorldWideWeine" (Düsseldorf 2010)
Charaktertropfen oder Coca-Cola-Wein? (pdf)
Bericht
Deutsche Welle über Wein und Kultur (2010)
Die Magie der Rebe
Kritik
Rheingauecho über im "Namen des Weins" (Wiesbaden 2010)
"Ich war das Wirtschaftswunder von Eberbach“ (pdf)
Kritik
Mainpost über "Der Aufstieg der Perle" (Würzburg 2008):
Wenn prickelnder Sekt eine gute Figur macht (pdf)
Kritik
Quast (Theaterwissenschaftler) zu "schäumen" im Perlin (Berlin 2007):
Impressionen Expressionen Kompressionen (pdf)

Referenzen
Ein Theater, das berauscht!
La Gazette de Berlin
Außergewöhnliche Theaterdarbietung: das junge Ensemble vermittelt mit Witz und sehr viel Fachwissen, wie sich ein Wein fühlt, der mit anderen edlen Tropfen um die Gunst des Genießens konkurrieren muss.
Die Rheinpfalz
Modernes Theater, kritisch-ironisch, grotesk-amüsant und stimulierend.
FAZ
Die Einzigartigkeit der hier erhaltenen zisterziensischen Baukunst, der Jahrhunderte überbrückenden Weinbautradition im Rheingau
und der eindrucksvollen Atmosphäre einer fast vollständig erhaltenen
Klosterlandschaft spiegeln sich in der hervorragend ausgearbeiteten Inszenierung „Im Namen des Weins“ wieder.
WEINKÖRPER hat es geschafft, Raumerlebnis, Historie und Wein in vier Schauspielern lebendig werden zu lassen.
Stiftung Kloster Eberbach, Mai 2010
Dem Ensemble gelang es an diesem Abend, eine wirklich nahe gehende und
besondere Theatersituation zu gestalten, die Konventionen sprengt und trotzdem
so elegant und tiefsinnig daherkommt, das man denkt, Theater könnte gar nicht
anders sein. Eine Erfrischung für das Uraltmedium Theater. Wir brauchen solche Projekte, wenn das Theater nicht einschlafen soll.
Carl Hegemann, ehem. Chefdramaturg Volksbühne Berlin
Historische, soziale und lukullische Aspekte sind in einer überraschenden Dramaturgie verwoben, die durchweg beeindruckt.
Reinhard Hübsch, SWR
Skuril, witzig und gespickt mit echtem Fachwissen: Das Berliner Ensemble "verkörpert" Weine im wahrsten Sinne des Wortes uns sorgt für ein unvergessliches Theatererlebnis.
Wer erfahren möchte, wie sich ein Wein "fühlt" und was ihn von anderen unterscheidet, der sollte WEINKÖRPER erleben - und im Anschluss dann gleich die dargestellten Weine verkosten. Doppelter Genuss garantiert!
Boris Neisser, Geschäftsführer der Destination Düsseldorf, Veranstalter der Aktion ProWein goes city im Rahmen der ProWein auf dem Düsseldorfer Messegelände
Wunderbar! Ein genaues Portrait unserer Sekte und unserer Region. Sehr gut recherchiert und mit viel Humor als charmantes
Theaterstück inszeniert. Ein unvergesslicher Abend für uns und unsere Gäste.
Carsten Höfer, Sektkellerei Höfer Würzburg
Die Schauspieler verstehen es auf witzigste Weise, die Eigenschaften eines Weines in (Körper-) Sprache umzusetzen, den Wein im wahrsten Sinne zu verkörpern.
Mainpost
Regisseur Heiko Michels wusste das Klosterambiente zu nutzen, führte sein Publikum in die schönsten und stimmungsvollsten Ecken und Winkel.
Wiesbadener Kurier
Wie sich ein Wein bei der Weinprobe fühlt, dürfte hier sicher zum ersten Mal in Worte gefasst worden sein.
Wiesbadener Tagblatt
Brilliant! Ich war begeistert, die Winzer und Kunden waren begeistert, sprechen heute noch davon. Die Weine der Messe auf der Bühne zu sehen, war ein einzigartiges Finale unserer Weinmesse.
Thomas Gerhard, Ardau Weinimport Köln
Eine mit tosendem Applaus aufgenommene vermenschlichte Sichtweise auf die Geschichte des Bioweins.
Vorstand Ecovin, Pressemitteilung
Das Highlight der Weininsel-Triade
Frank Dietrich, Geschäftsführer Winzerkeller Sommerach
Die Aufführung von WEINKÖRPER war eine Art Theater-Karaoke. Das habe ich
in dieser Konsequenz noch nie gesehen. Es wurden so ziemlich alle Genres vom
klassischen Ballett bis zur italienischen Oper bedient und nebenbei wurde immer
Wein gereicht.
Christine Wahl über “Das Überflüssige” 2008; freie Journalistin für u.a. die taz, den Tagesspiegel,
Spiegel und Theater heute.
Wir sind uns alle einig: das war Trockenbeerenauslese!
Christoph Hammel, Weingut Hammel&Cie Kirchheim
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wird z.Z. überarbeitet |
Personnages
Schauspieler: Caroline du Bled, Ina Maria Jaich, Martin Heesch, Frank Scheewe.
Bühnen-, Licht-, und Technikkonzeption: Julia Kopa.
Disponent, Veranstaltungsorganisation: Nils Foerster.
Produktionsleitung, Dramaturgie: Fabian Larsson.
Regie, Text, Musik: Heiko Michels.
Weinerei in Kooperation mit Limited Blindness
Kontakt und Newsletterbestellung unter:
theater@weinerei.com